Denali NP

Der Denali Nationalpark ist der größte, bekannteste und touristischste Nationalpark Alakas. Wer sich nicht rechtzeitig im vorhinein eine Unterkunft und Busfahrt gebucht hat, für den heißt es oft Nerven bewahren, denn der Park darf nur mit einem Bus befahren werden und es gibt nur einen kleinen Wohnmobil – Campground im Park. 65 % aller verfügbaren Fahrscheine können telefonisch oder schriftlich am Anfang eines Jahres gebucht werden. Wer bei dieser Reservierung kein Glück hatte, muss sich morgens gegen 06:00Uhr in die Warteschlange einreihen und hoffen eines der restlichen Tickets für zwei Tage im voraus ergattern zu können.

Auf Grund dieser Tatsache herrscht daher in der Hochsaison ein ziemliches Tohuwabohu in der Touristeninfo und den Unterkünften in der Gegend; alles ist überfüllt und die Angestellten in den Geschäften, den Unterkünften und Tankstellen sind wortkarg und mürrisch, dass man sich wohl an einen vorweihnachtlichen verkaufsoffenen Sonntag erinnert fühlt. Wir haben unsere Karten bereits rechtzeitig aus Deutschland reserviert und konnten somit problemlos in Richtung unseres Campingplatzes aufbrechen.

Die Anziehungskraft des Denalis resultiert aus der grandiosen Landschaft und daraus, dass es sich um eines der letzten intakten Ökosysteme Nordamerikas handelt. Grizzlybären, Karibus, Wölfe und Füchse wandern ungestört über die Tundra, Elche waten durch Seen und Dallschafe weiden an den Berghängen. Damit das so bleibt, darf der Nationalpark nur mit einer begrenzten Anzahl an Shuttlebussen befahren werden – das bedeutet man sitzt stundenlang in einem Bus, der über eine steinige Holperstrecke geschaukelt wird und ist dem Zwang einiger Zeitgenossen ausgesetzt, mit großen Geschrei auf den Kameraauslöser zu drücken, sobald sich am Horizont ein Tier zeigt. Das kostet ebenso Nerven wie die Späße des Busfahrers, der ca. 10 Stunden am Stück quatscht, um alle bei Laune zu halten. Andererseits ist es die einzige Möglichkeit diesen tollen Nationalpark mit dem fast 7.000 Meter hohen Mt. McKinley, den atemberaubenden Panoramen und der faszinieren Tierwelt, für die sich unsere Busfahrerin auch sehr viel Zeit genommen hat, zu erleben.

Für uns war es also ein etwas gespaltenes Erlebnis – auf der einen Seite haben wir einen wunderschönen Nationalpark mit vielen beeindruckenden Tieren gesehen, mussten dieses Erlebnis jedoch geschlagene 10 Stunden mit ca. 25 anderen Menschen teilen.

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