Nordurfjödur

Heute also endlich die Westfjorde, unsere eigentliche Intention nach Island zu reisen.

Aber bevor es los ging wurde es heute Nacht erstmal spannend, denn die Nordlichter App sagte, es besteht zu 30% die Chance auf Nordlichter – Bestwert des bisherigen Urlaubs. Also Wecker auf mitten in die Nacht gestellt und wie ihr auf einem Bild sehen könnt, gab es tatsächlich Nordlichter zu sehen – was für ein Erlebnis!

Morgens ging es dann auf in Richtung Westfjorde.
Die Westfjorde sind sehr abgelegen und aufwändig zu bereisen, daher werden sie von den meisten Island Touristen ausgelassen. Überall in Island explodieren die Touristenzahlen, aber hier in den Westfjorden sind sie rückläufig.

Zuerst geht es an die Ostküste in die Region Strandir. Wir fahren mehr als 100 holprige Kilometer auf Schotterstrassen um die Fjorde immer am Meer entlang. Wenige Menschen leben hier, manche Dörfer sind längst unbewohnt und im Winter ist die Gegend lange von der Außenwelt abgeschnitten.

Die Schotterpiste führt immer dicht am Meer entlang und weil die Abhänge sehr steil sind, kommt man nur langsam voran. Von den vielen imposanten schroffen Bergen stürzen unzählige kleine Wasserfälle ins Meer und eine Bucht mit schwarzem Sandstrand reiht sich an die andere.

In der gesamten Gegend entlang der Schotterpiste leben gerade gut 50 Menschen und unser Ziel ist es diese bis zum Ende zu fahren, denn dort wartet das wohl einsamste Schwimmbad Islands „Krossneslaug – Schwimmbad am Ende der Welt“. Ein Pool direkt am Meer, der von einer heissen Quelle gespeist wird und (was für ein Glück) für uns ganz allein zur Verfügung steht.

Die Region Strandir können wir nur empfehlen. Wie ein Ausflug in eine vergangene Zeit… Wir bewundern die Menschen, die sich für ein Leben ohne moderne Annehmlichkeiten entscheiden, aber sind auch verwundert, wie man hier den Winter überleben kann.
Es gefällt uns hier, denn hier kann man sich noch frei und unbeschwert abseits der Hauptattraktionen bewegen, die klare Luft atmen und ganz für sich sein.

Wir übernachten kurz vor Ende der Strasse in dem winzigen Ort Nordurfjödur ganz allein auf einer Wiese direkt am Meer und vielleicht fahren wir hier nie wieder weg… 🙂

2 Gedanken zu „Nordurfjödur“

  1. Wow, ich bin ja echt sprachlos. Das war ein Tag voller Highlights wie es aussieht. Angefangen bei den Nordlichtern. Da steht man gern mal mitten in der Nacht auf, oder? Freue mich sehr, dass es sich für euch gelohnt hat. Soooo genial!!! Mich begeistern aber auch eure anderen Aufnahmen. Diese Landschaft ist einfach nur der wahnsinn. Und das ihr dort quasi allein unterwegs seid – hammer! Ich glaube ich bekomme groooooße Lust euch diese Reise mal nach zu machen 😉 Und auch wenn ich es verstehen könnte wenn ihr da nie wieder weg fahrt … ich würde mich dann doch sehr freuen euch bald in Deutschland wieder zu sehen 🙂 :*

    1. Ja, das stimmt… Dafür lohnt sich das Aufstehen mitten in der Nacht wirklich… Ich war echt begeistert, dass es beim ersten Versuch geklappt hat! 🙂

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