Trekking im Sauerland

Wir wagen mal etwas Neues – und dieses Neue beginnt bereits eine Weile vor dem eigentlichen Ausflug mit guter Planung. 😊 Wir planen eine Trekkingtour über 3 Tage mit 2 Nächten im Wald. Da man für eine solche Tour alles, was man benötigt den ganzen Tag auf dem Rücken tragen muss, sollte man sich sehr gut überlegen, was man wirklich benötigt und wie viel man mitnehmen möchte.

Außer Frage steht, dass wir ein Zelt, eine Luftmatratze und einen Schlafsack benötigen. All das besitzen wir natürlich, aber unsere Ausrüstung ist auf Grund des Gewichtes für eine Trekkingtour völlig unbrauchbar. So beginnt die Vorbereitung der Tour zunächst mit dem Suchen und Kaufen eines möglichst leichten Zeltes, einer Luftmatratze und einem Schlafsack zu einem trotzdem bezahlbaren Preis.

Nachdem diese Sachen gekauft sind und im Wohnzimmer der Probe Stand gehalten haben, geht es an die weiteren Vorbereitungen – die Planung der Strecke – unsere erste Trekkingtour führt uns ins Sauerland – auf den Uplandsteig. Hier gibt es im Abstand je einer Tagesetappe Holzplattformen mit einer Trockentoilette, die für eine Trekkingtour genutzt werden können. Die Vorfreude ist groß und wir tragen bei der ein oder anderen Wandung schonmal einen ca. 10 kg schweren Rucksack Probe… Wir haben ein gutes Gefühl. 😊

Unsere Rucksäcke sind, mit allem was wir brauchen, gepackt und so starten wir am 19.04. unsere Tour. Am ersten Tag legen wir eine Strecke von ca. 14km zurück und sind wirklich froh nur das nötigste eingepackt zu haben. Wir wandern durch schönen Wald, erkunden den Dommelturm mit einer schönen Aussicht auf das Umland bevor wir unser erstes Tagesziel die Schwalenburg erreichen.

Wir bauen unsere Zelte auf, unternehmen noch einen kleinen Spaziergang zur Schwalenburg, können dabei einen Fuchs im Gras liegend, beobachten bevor wir unser Abendessen zu uns nehmen. Natürlich wurde auch das genau geplant – heute gibt es Couscous und Nudeln aus Tüten, die ich in Vorbereitung auf die Trekkingtour zusammengestellt habe.

Die erste Nacht ist sehr kalt, ich schaffe es tatsächlich nicht einmal aus dem Schlafsack zu kriechen, um mich dicker anzuziehen… 😊 Also heißt es einfach durchhalten bis am Morgen die Sonne aufgeht. Nach Sonnenaufgang klettern wir aus unseren Zelten und genießen die wärmende Sonne bei einem heißen Kaffee und Tee. Bevor wir unsere zweite Tour starten, machen wir noch einen Abstecher in das nächste Dorf, um unsere Wasservorräte aufzufüllen. An dem kleinen Laden machen wir Bekanntschaft mit einer 95 Jahre alten Frau, die direkt dort wohnt. Ganz begeistert von unseren Erzählungen holt sie ein ca. 30 Jahre altes Bild von einer ihrer Wanderungen mit Freunden heraus und erzählt uns von ihren Ausflügen. Eine wirklich tolle Begegnung. Nach den Einkäufen kehren wir noch in einem Gasthaus zum Mittag ein bevor wir die zweite Etappe starten.

Etappe 2 führt uns einen Höhenweg entlang, dieser bietet schöne Aussichten, aber auch Aussichten auf einen kaputten Wald, wie wir ihn leider auch aus dem Harz kennen. ☹ Erst am Abend erreichen wir nach ca. 15 km unsere zweite Übernachtungsplattform, wir bauen unsere Zelte auf, essen noch etwas und ziehen uns auf Grund des kalten Abends in unsere Zelte zurück. Heute gibt es von Beginn an eine Lage Kleidung zum Schlafen extra und so wird die Nacht bei ca. 0 °C Außentemperatur trotzdem etwas angenehmer, wenn auch nicht warm… 😊

Leider viel zu schnell vorbei, genießen wir zum Abschluss trotzdem noch eine Wanderung bei dem schönen Diemelsee und einen Kaffee bei einem Bäcker.

Uns hat diese Tour mit Patrick sehr viel Freude bereitet und so verabschieden wir uns etwas wehmütig, aber mit Vorfreude auf das nächste gemeinsame Abenteuer.

Wir fahren noch nicht wieder nach Hause, sondern bleiben noch für eine Nacht ganz in der Nähe in Willingen. Nach den überschaubaren Abendessen der letzten beiden Tage, gehen wir am Abend einen Burger essen, genießen eine heiße Dusche im Hotel und ein warmes Bett. 😊
Am nächsten Tag liehen wir uns zwei Fully-Mountainbikes und buchen uns eine Halbtages-Lift-Karte für den Bikepark. Mehr als 10 Mal fährt uns die Seilbahn in 4 Stunden auf den Berg, den wir mit den Bikes über sehr abwechslungsreiche und teils herausfordernde Downhill-Strecken wieder herunterfahren.
Auch einen Bikepark haben wir zuvor noch nicht besucht, werden es aber sicher wiederholen.

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