Archiv der Kategorie: Norwegen 2021

Bergen

Bergen – knapp 300.000 Einwohner – größte Stadt auf unserer Reise.
Die Stadt wird als Königin der Fjorde und schönste Metropole Norwegens beschrieben. Bergen liegt am Wasser und ist umrahmt von Berggipfeln mit grünen Berghängen, viele Straßen sind gepflastert und manche Straßenzüge bestehen aus stilvollen alten Holzhäusern.
Auffallend bunt und weltoffen kommt uns die Stadt mit ihren vielen verrückten, jungen und ungewöhnlich gekleideten Menschen vor.

Unser erster Weg führt uns zum vielbeworbenen Fischmarkt.
Wir erwarteten einen riesigen Markt auf dem wir stundenlang flanieren können und waren dann doch enttäuscht, als wir nach 10 Minuten durch waren. Allerdings haben wir uns ein schönes Mittagessen direkt auf dem Markt gegönnt und uns über leckeren, frischen Fisch gefreut.

Anschließend ging es zu der Sehenswürdigkeit, zum Hanseviertel Brygge, das aus vielen alten Holzhäusern besteht und Welterbe der UNESCO ist. Hier findet man gut erhaltene alte Holzhäuser und schöne Gassen, in denen man auf Holzbohlen spazieren geht. Früher lebten in diesem Wohnviertel deutsche Kaufleute, heute kaufen deutsche und anderen Touristen hier Souveniers. Hat uns richtig gut gefallen, hatten wir uns aber auch größer vorgestellt.

Den Rest des Nachmittags bummelten wir noch durch die Strassen der Stadt, vorbei an der einen oder anderen Sehenswürdigkeit ehe wir mit E-Scootern unseren Platz für die Nacht ansteuerten.

Übrigens sind Wohbmobile in Bergen nicht gern gesehen, Parkplätze gibt es im Prinzip keine und der nächste Wohnmobilstellplatz liegt 20 km ausserhalb der Stadt.
Wir haben einen privaten Stellplatz nahe am Zentrum organisiert, den wir in gut 15 Min. mit dem E-Scooter erreichen und freuen uns nicht mehr aus der Stadt fahren zu müssen.

Aurlandsvangen

Heute hatten wir die Wahl – eine Fahrt durch den längsten Tunnel der Welt (25 km) oder eine Panoramastraße über einen Bergpass. Wir entschieden uns natürlich für die Panoramastraße und wurden nicht enttäuscht. Außer uns waren kaum andere Fahrzeuge hier unterwegs und die Aussicht einfach grandios, vor allem von der spektakulär gebauten Aussichtsplattform ca. 650 Meter über dem Aurlandsfjord.

In Flåm angekommen, machten wir den angekündigten Triathlon… Bahnfahrt, Zipline und Fahrradtour. 🙂 Durch ein liebliches Tal bis hinauf auf ca. 900 Meter brachte uns die Flåmbahn. Zwischenstopp machten wir an einem imposanten Wasserfall, der nur mit der Bahn erreichbar ist. Am Zielort angekommen, stiegen wir in die längste Zipline Skandinaviens, die uns mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h über eine Entfernung von 1.381 Meter ins Tal beförderte. Dort nahmen wir Fahrräder in Empfang und fuhren ca. 17 km zurück zu unserem Ausgangsort. Ein toller Ausflug.

Jostedalsbreen-Nationalpark Tag 3

Heute also nochmal ein Gletscher. 🙂

Laut Prospekt „Europas schönstes Eisschauspiel“, laut Reiseführer ist die Landschaft entlang der 4 stündigen Wanderung „von ausnehmender Schönheit“.
Na wenn das mal keine Ankündigung ist… 😉

Der Weg bis zum Startpunkt der Wanderung hat es aber auch bereits in sich, 35km lang, sehr eng und einspurig, immer schön an einem See entlang, immer wieder durch winzige, unbeleuchtete Tunnel und teilweise ungeteert. Dauert fast 2 Stunden und kostet mit dem Wohnmobil richtig Nerven. Schön, dass der einzige Weg zurück über die selbe Straße führt…

Die Wanderung führt dann wirklich durch ein tolles Tal, bei bestem Herbstwetter bis hinauf zum Gletscher. Durch die Klimaerwärmung macht die Gletscherzunge zwar inzwischen nicht mehr soviel her, lohnt in Verbindung mit der tollen Landschaft aber sehr.

Den späten Nachmittag nutzten wir dann zum einkaufen und für einen Cafébesuch. Eigentlich wollten wir mal Abendessen gehen, aber das scheint nicht so das Ding der Norweger zu sein, hier gibt es meist nur Fastfood und wirklich wenige, oft nicht sehr einladende Restaurants.
Also gibt es wieder selbst gekochtes Essen…

Wir übernachten übrigens direkt am und mit Blick auf den Sognefjord, das ist mit 204 km der längste Fjord der Erde und er gehört zum UNESCO Welterbe.

Noch ein Hinweis: Morgen ist der letzte Tag unseres Gewinnspiels. Wer sich also noch die Chance auf ein Mitbringsel sichern möchte, kann noch bis einschließlich morgen den Beitrag „Norwegen – Rätsel / Gewinnspiel“ kommentieren.

Jostedalsbreen-Nationalpark Tag 2

Der Tag beginnt zusammen mit zwei weiteren Touristen bei einer Motorbootfahrt über einen Gletschersee. Kurz bevor wir die Gletscherzunge erreichen, löst sich ein Eisblock und fällt tosend vor uns ins Wasser, ein tolles Erlebnis besonders wenn man vor einer 40 Meter hohen Gletschwand aus Eis in einem winzigen Boot sitzt.

Wir legen direkt vor dem Gletscher mit unserem kleinen Boot an, schnallen uns die Gletschereisen unter die Schuhe, seilen uns aneinander und starten unsere Wanderung über den Gletscher.
Es gibt beeindruckende Aussichten über den Gletscher und auf den See zu bestaunen, dabei geht es vorbei an kleinen Gletscherbächen und tiefen Gletscherspalten.
Wir haben Glück, denn auch das Wetter spielt mit und wir haben auf 1300 m Höhe 10 Grad und Sonne. Wie uns der aus Deutschland stammende Guide erklärt, war dies sogar die letzte Tour des Jahres, denn die kurze Saison ist nun vorbei (Ende August – Ende September).
Ein unvergessliches Erlebnis, einem Gletscher so nah zu sein.
Unser Guide küsst den Gletscher noch zum Abschied und dann ist Schluss für dieses Jahr.

Anschließend gab es eine kleine Stärkung im Nationalparkzentrum und dann machten wir noch alleine eine kleine Wanderung an den Fuss eines weiteren Gletschers.

Morgen gibt es nochmal Gletscher und übermorgen steht dann bei brauchbarem Wetter ein Triathlon an 🙂

Jostedalsbreen-Nationalpark

Der Jostedalsbreen Nationalpark gehört bisher zu unseren Lieblingsorten in Norwegen. Straßen, die ganz nah an türkis-blauen Seen entlang führen, herbstlich bunte Laubwälder und Gletscher mit blauen Gletscherseen – wunderschön!

Den Tag heute nutzten wir für drei kleinere Wanderungen zu Gletschern und einem tollen Blick über die Seen.

Der erste Gletscher bot eine ganz besondere Kulisse – Gletscher, der in einen Wasserfall übergeht und in einem hellblauen See mündet. Uns gefällt es hier sehr gut, also bleiben wir noch und machen morgen eine Gletscherwanderung – bei hoffentlich (zumindest bis jetzt angesagtem) Sonnenschein.

Geiranger

Laut Reiseführer stand heute eines der Highlights eines jeden Norwegenurlaubes an…

So fuhren wir also in den Geirangerfjord. Von dem Ort an sich hatten wir uns tatsächlich etwas mehr erwartet, leider hatten auf Grund der Nebensaison nur die typischen größeren Souvenirshops geöffnet und auch ein Kaffee war leider nicht zu bekommen. 🙁

Wir können uns sehr gut vorstellen, dass eine Schifffahrt durch den kleinen Fjord ein besonderes Erlebnis sein muss, auch wenn die Vorstellung eines 18-stöckigen Kreuzfahrtschiffes im Hafen dieses kleinen Ortes wiederum unsere Vorstellungskraft übersteigt. 😉 Seit kurzem gibt es für die Einfahrt mit Kreuzfahrtschiffen auch sehr strenge Auflagen, die die Umwelt entlasten sollen, für die Einheimischen jedoch Umsatzverluste bedeuten… Ein Fluch und Segen eben irgendwie zugleich.

Wirklich richtig gut gefallen hat uns der Aussichtspunkt Dalsnibba. Dieser liegt ca. 1.500 Meter über Geiranger und bietet wirklich eine grandiose Sicht in den Fjord und die Berglandschaft. Bereits der Weg hinauf hatte es in sich, dieser schlengelte sich über eine Serpentinenstraße bis hinauf auf den Berggipfel.

Eigentlich wollten wir in Geiranger übernachten, unser favorisierter Campingplatz ist jedoch bereits geschlossen. Da die anderen direkt im Ort sehr überteuert sind, haben wir uns entschlossen direkt in den Jostedalsbreen Nationalpark zu fahren. Der Weg hierher war grandios, immer entlang von Fjorden und kleinen Seen. Wirklich sehenswert.

Alesund

Halbzeit unserer Norwegen Reise.

Heute mal keine Natur, sondern ein Tag in einer Stadt.
Es ging nach Alesund.
Um die 50.000 Einwohner und eine nennenswerte Anzahl an sehenswerten Gebäuden im Jugendstil.
Dazu direkt am Meer und recht touristisch, weil von Kreuzfahrtschiffen angefahren.

Also nahmen wir uns Zeit für einen ausgiebigen Stadtspaziergang.
Die Stadt bietet neben ein paar schönen Strassenzügen mit Häusern im Jugendstil, noch zwei Museen und jede Menge Blicke auf das Meer.
Nachdem wir die Stadt entdeckt hatten, entspannten wir in einem schönen Café und besuchten noch ein Highlight der Stadt, den Aussichtspunkt vom Hausberg.
Nach etwas über 400 Stufen hat man einen schönen Blick über den Ort und die umliegenden Berge und das Meer.

Die Nacht verbringen wir im Ort auf einem Stellplatz direkt am Meer.
Morgen geht es nach Geiranger, einem Touristenhotspot vor allem beim Kreuzfahrern.

Andalsnes -Tag 2

Das Beobachten des Wetters hat sich heute wirklich gelohnt. Laut Wettervorhersage sollte der Regen ab ca. 12:30 Uhr nachlassen. Also starteten wir mit einem gemütlichen Frühstück und etwas Entspannung im Camper am morgen, danach kauften wir noch etwas ein um dann pünktlich 12:30Uhr unsere Klettertour zu starten.

Ein tolles Erlebnis… Weniger auf Grund der Schwere des Steigs vielmehr auf Grund der grandiosen Umsetzung und unglaublich schönen Ausblicke. Die Tour führte uns über etwa 400 Höhenmeter entlang einer Felswand mit einem Blick in den Fjord. Heute sagen die Bilder sicher wieder mehr als unsere Worte.

Morgen fahren wir nach Alesund und schieben mal einen Stadtbummel-Tag ein.

Andalsnes

Unser heutiges Ziel heißt Åndalsnes, laut Reiseführer eine nicht sehenswerte Stadt, aber von wunderschöner Natur umgeben.

Wir haben drei Dinge geplant:

1. Trollstigen – eine Strasse, die sich spektakulär den Berg hinauf windet, mit Wasserfall und tollen Ausblicken.
2. Trollwand – Europas größte senkrechte Felswand und
3. Ein Klettersteig auf den „Hausberg“.

Da es eigentlich den gesamten Tag über wie aus Eimern geschüttet hat, konnten wir nur 1. besuchen. 2. war in Nebel gehüllt, naja und 3. macht bei dem Wetter nicht viel Sinn.

Also blieb noch Zeit die Stadt zu besichtigen.
Immerhin gab es ein paar Postkarten und ein Bistro, in dem wir etwas landestypisches gegessen haben. Da es nur eine norwegische Karte gab und das Personal kaum englisch sprach, wissen wir nicht genau was es war, aber es schmeckte wie Kassler mit Kartoffelkloß und Wurzelgemüse… 😉

Achja Wäsche waschen war auch mal nötig und passte dann noch gut in den Tag.
Je nach Wetter wird morgen improvisiert oder der Klettersteig gemacht.

Atlantikstrasse

Der heutige Tag begann ganz entspannt bei einem Frühstück und Tee im Fjord mit Blick auf das nach der Ebbe nahende Wasser.

Danach machten wir uns auf den Weg zur Trollkirche. Der Weg wie immer anstrengend und sehr steinig bis felsig und heute dazu noch sehr verregnet. Am Ziel angekommen, wurden wir jedoch belohnt. Nach etwa 200 Metern in einer Höhle standen wir vor einem Wasserfall, der sich in die Höhle ergoss. Ein faszinierendes Bild. Trotz sehr guter Regenkleidung kamen wir etwas durchnässt am Camper an und kochten uns eine Kleinigkeit zum Aufwärmen.

Trocken ging es dann weiter auf die Antlantikstraße. Laut einiger Internetseiten die schönste Autofahrt der Welt, diese ist 8.274 Meter lang. Die acht Brücken schlängeln sich zwischen kleinen Inseln und bieten immer wieder tolle Ausblicke auf die Küstenlandschaft. Auch bei diesem stürmischen Wetter heute ein echtes Erlebnis.

Die Nacht verbringen wir ganz in der Nähe auf einem kleinen Campingplatz am See.